Was mich bewegt
Der Zugang über den Körper
Vor einigen Jahren habe ich begonnen, frei zu tanzen – mit Movement Medicine und den 5 Rhythmen. Was als Neugier begann, wurde mit der Zeit zu einer tiefgreifenden Erfahrung.
Durch das freie Tanzen hat sich meine Körperwahrnehmung deutlich verbessert. Mein Zugang zu meinen Gefühlen wurde klarer, mein Selbstbewusstsein hat sich gestärkt, und auch meine Beziehungsmuster haben sich verändert. Ich erlebe mich heute präsenter, mehr im Moment zuhause und verbundener mit meinem Körper im Alltag. Anfangs war freier Körperausdruck für mich ungewohnt. Viele Bewegungen fühlten sich gehemmt an. Mit der Zeit wuchs jedoch die Freude am freien Bewegen – und damit auch der Mut, mich über den Körper auszudrücken.
Ausdruck jenseits von Sprache
Mein verbaler Ausdruck war in Kindheit und Jugend durch Stottern eingeschränkt. Umso wertvoller war die Erfahrung, mich beim Tanzen ohne Worte ausdrücken zu können. Der Körper wurde zu einem Ort, an dem Ausdruck möglich war, ohne erklären oder funktionieren zu müssen.
Die Erfahrung, die Komfortzone zu erweitern
In verschiedenen Workshops habe ich erlebt, wie lohnend es ist, die eigene Komfortzone in einem sicheren Rahmen zu verlassen. So wurden Erfahrungen möglich, die zuvor für mich undenkbar gewesen wären. Besonders prägend waren Momente, in denen es darum ging, mich echt zu zeigen, mich zu trauen und meine Hemmungen für einen Moment zu überwinden. Diese Erfahrungen haben meine persönlichen Grenzen erweitert und mein Selbstbild verändert.
Vertiefung und Ausrichtung
Da mich diese Prozesse nachhaltig geprägt haben, begann ich 2024 eine Ausbildung zum Tanz- und Bewegungstherapeuten. In der Selbsterfahrung und Lehrtherapie habe ich erlebt, wie Methoden der Tanz- und Bewegungstherapie einen körperzentrierten Zugang zu persönlichen Themen ermöglichen und Veränderungsprozesse begleiten können.
Räume für Erfahrung schaffen
Während meines eigenen Kurses für stotternde Menschen im Jahr 2025 habe ich gemerkt, wie viel Freude es mir macht, Workshops vorzubereiten und anzuleiten. Mir ist es wichtig, Räume zu schaffen, in denen nichts erreicht werden muss, in denen es kein Richtig oder Falsch gibt und in denen Menschen sich in ihrem eigenen Tempo erfahren können. Daraus ist koerperdialog entstanden – als Einladung, den eigenen Körper zu erforschen und in Kontakt mit sich selbst, dem Raum und anderen zu kommen: achtsam, spielerisch und in einem sicheren Rahmen.
