Bewegte Zwischenräume: Körper, Atem und Stimme verbinden
2025 habe ich einen Kurs für stotternde Menschen durchgeführt. Im Kurs wurden in verschiedenen Übungen Körper, Bewegung, Atem und Stimme miteinander verbunden. Der Schwerpunkt lag darauf, den eigenen Körper als sicheren Ausgangspunkt für Ausdruck, Präsenz und Kontakt zu erleben.
Der Ablauf der Workshops
Ankommen und Wahrnehmung: Die Workshops begannen jeweils mit sanften Körperwahrnehmungs- und Ankommensübungen. Über Langsamkeit, Bodenkontakt und einfache Bewegungen konnten die Teilnehmenden zur Ruhe kommen, Spannung abbauen und im eigenen Tempo im Körper ankommen.
Bewegungsexploration: Darauf aufbauend folgten spielerische Bewegungsübungen – allein, zu zweit oder in kleinen Gruppen. Diese Übungen luden dazu ein, Bewegungsimpulse wahrzunehmen, eigene Ausdrucksformen zu erkunden und den eigenen Raum bewusst einzunehmen. Es ging nicht um Technik oder Leistung, sondern um Erforschen, Ausprobieren und Erleben.
Verbindung von Bewegung und Stimme: Ein weiterer zentraler Bestandteil war die Verbindung von Bewegung und Stimme. Über Atemwahrnehmung, Summen, Laute und einfache stimmliche Improvisationen wurde die Stimme behutsam in die Bewegung integriert. Viele Übungen waren so gestaltet, dass die Bewegung die Stimme führen durfte – was den Druck vom Sprechen nahm und neue Erfahrungen von Leichtigkeit und Selbstwirksamkeit ermöglichte.
Kontakt und Resonanz: Der Workshop bot zudem nonverbalen Kontakt und Resonanz in der Gruppe: durch Spiegelübungen, Formen im Raum oder kurze Partnersequenzen. Dabei standen Achtsamkeit, Freiwilligkeit und klare persönliche Grenzen immer im Vordergrund.
Das Workshopformat
Dieses Workshopformat habe ich über mehrere Termine hinweg entwickelt und durchgeführt. Gerne biete ich Workshops in dieser Ausrichtung auf Anfrage an – angepasst an Gruppe, Rahmen und Kontext (z. B. einmalig oder als Reihe, mit oder ohne Schwerpunkt Stimme).
Was Teilnehmende erwarten können:
- einen geschützten und wertfreien Raum, in dem nichts „richtig" oder „falsch" ist
- körperbasierte Übungen, die Sicherheit, Präsenz und Selbstwahrnehmung stärken
- spielerische Zugänge zu Stimme und Ausdruck, ohne Leistungs- oder Sprechdruck
- Zeit für Erfahrung, Nachspüren und Austausch
Bei Interesse kontaktiere mich gerne mit einer Email oder kontaktiere mich per WhatsApp für ein individuelles Angebot.
Stimmen von Teilnehmenden meines Kurses Bewegte Zwischenräume
Raum zum Ausprobieren, Loslassen, Neues entdecken. Ich fand es ein tolles und befreiendes Gefühl gemeinsam mit und in der Gruppe durch den Raum zu tanzen. Zum Teil habe ich Grenzen gestreift, dies war für mich eine bereichernde Erfahrung. Ich fühlte mich dabei immer von der Gruppe getragen und verstanden. Ich hatte nach der Lektion immer ein gutes Körpergefühl.
Ich konnte erfahren, wie sich meine Stimme im Zusammenspiel mit meiner Körperbewegung verändert. Jede bewusste Bewegung hat Einfluss auf das Sprechen – zum Beispiel, wie man Raum einnimmt oder wie mutig man sich in Bewegung setzt. Auch die Auseinandersetzung mit dem Körper des Gegenübers beeinflusst, wie man spricht und reagiert. Der Kurs war für mich eine schöne Offenbarung, weil er alltägliche, scheinbar banale Automatismen sichtbar gemacht und sie neu bewertet hat. Diese bewusste Wahrnehmung von Körper, Stimme und Präsenz hat meinen Blick auf das eigene Sprechen nachhaltig bereichert.
